Poetiken des Zufalls WEIDENFELD, Christiane in Alfred Döblins »Berlin Alexanderplatz« und Wolfgang Koeppens »Tauben im Gras«

Hat der Zufall in der Poetik des Romans seit jeher eine wichtige Rolle gespielt, so erfährt er im 20. Jahrhundert einen signifikanten Bedeutungszuwachs. Ursächlich für diese ästhetische Akzentuierung des Zufälligen und Kontingenten in der Narrativik der Moderne ist ein verändertes Wirklichkeitsverständnis infolge der Erosion eines transzendenten (Providenz) sowie eines immanenten (Kausalität) Ordnungsprinzips. In ihren Romanen Berlin Alexanderplatz und Tauben im Gras setzen sich Alfred Döblin und Wolfgang Koeppen intensiv und kritisch mit den zeitbedingten Veränderungen in der Wahrnehmung ihrer Wirklichkeit auseinander. In ihrer Romantheorie und -praxis entwickeln sie neue ästhetische Formen, welche ein Doppeltes leisten: Zum einen machen sie die neu akzentuierte Vorstellung von der Zufälligkeit des Daseins produktiv, zum anderen suchen sie diese Zufälligkeit in narrativen Gegenprinzipien aufzuheben und zu transzendieren. Die Studie ,Poetiken des Zufalls' legt dar, inwiefern sich Berlin Alexanderplatz und Tauben im Gras gemäß dieser doppelten Zielsetzung als Arrangements vielfältiger Binnenspannungen lesen lassen. Exemplarisch wird deutlich, wie eine ,Poetik des Zufalls' in der Moderne aussieht und welche Rolle Philosophie und Naturwissenschaften um 1900 hierfür spielen.
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